Supersize Me
(Schlussfolgerungen fuer den Verbraucher und
Wachstum einer Volkswirtschaft) (Startseite)

Seit Juli 2004 geht durch die deutschen Kinos ein interessanter
amerikanischer Film
"Supersize Me". Er beschaeftigt sich mit
dem Essverhalten der Amerikaner und zeigt die Macht der Fastfood-Industrie auf:
" Alles in Amerika ist Groeser, die Autos , die Haeuser und auch das Essen.
Und so haben wir Amerikaner schliesslich die dicksten Leute. Es gibt Weltweit
40.000 Mcdonalds, die taeglich 46 Millionen Besucher bedienen, mehr als die
gesamte Bevoelkerung von Spanien. Auf Mannhattan (22 Quadratkilometer) sind
allein 83 "McDo", Burger King hat nur cirka 40 und der Restzahl der
Fastfoodrestaurants ist insgesamt geringer. Auch die Portiongroessen nahmen immer
mehr zu. Die Pommes Frites wuchsen von einer kleinen Normalportion mit 200 Kcal
zu Supersize mit ueber 600 Kcal. Die Colagroessen wuchsen bis auf 1/2 Gallone
(mehr als ein Liter) Gleichzeitig betreiben zirka 60% der Amerikaner wenig
Sport. Die Fastfoodindustrie versteht es Kinder ueber Spielpletze und Schulen
die Kinder an sich zu binden und richtig zu erziehen." so einige Zitate
aus dem Film. Ich kann diesen Film nur empfehlen, abseits von den Hollywood-Ballerschinken.
Aber sieht es in Deutschland viel besser aus?
Nein, auch in Deutschland sind cirka 50%
uebergewichtig, in Amerika ist man halt nur ein deutliches Stueck weiter. Sowohl
Spiegel und Focus-TV (am 4.1.2004) auch RTL-Extra und weitere berichteten ueber
die Essprobleme vieler Amerikaner. Ich glaube spaetestens jetzt weiss jeder
Durchschnittsbuerger, das 65% der Amerikaner uebergewichtig sind und das 25%
richtig fettleibig (kugelrund) sind. Diese gezeigten Leute mit 200 Kg
Koerpergewicht sind eher bedauernswert und entspringen den unteren sozialen
Schichten. Wenn Deutschland weiter dem amerikanischen Weg folgt (Thema
Neoliberalismus) wird man wohl solche Berichte bald ueber deutsche "Aldi-Dicke"
senden. So sponsort mc-donald die Fußball Eskorte UEFA Euro 2004,(siehe Bild
oben links) wo Kinder mit den Fußballstars ins Stadion einzulaufen. Auch in
Deutschland lernen Kinder bei mc-donald richtig zu essen (und dick werden?).
Mag eine Wampe in Amerika normal sein, so sind auch dort Leute die nach ein
paar Schritten schnaufen und sich setzten muessen nicht erfolgreich. Ich habe
noch keinen superdicken Boersenchef, Praesidenten oder CEO einer grossen Firma
in den USA gesehen. Aber ihnen den politischen und wirtschaftlichen Fuehrern,
soweit sie betroffen sind gilt meine Kritik. Nicht gilt sie jenen Verlierern im
XXXXL-Format.
Welche Lehren kann man aus dem Uebergewicht der Amerikaner und der
Deutschen ziehen?
Die Industrie will den Verbraucher moeglichst eng an
sich binden ihn zu immer hoehern Leistungen anregen um den Umsatz zu steigern. Bei
McDonald heisst das eben immer mehr Essen. Es wird gern im Neoliberalismus die
Rolle des Verbraucher betont, der Konsum muesse angeregt werden. Aehnlich wie
ein hochgezuechtetes Mastschwein soll er immer wieder an neue Leistungsgrenzen
gefuehrt werden. Aber wohin das fuehrt zeigen die Hueften der Amerikaner, die
immer dicker werden. Diese Leistungssteigerung kann man auch in anderen
Bereichen beobachten, z.b. arbeiten und verschulden sich bereits Jugendliche fuer
ihre Mobiltelefone um Tausende von SMS, MMS und anderen Datenmuell zu
verbreiten. Man koennte noch die teurern Lifestyleprodukte, wie Markenklamotten
und anderes aufzaehlen.
Wirtschaftswachstum durch den Konsumenten um jeden Preis ist wie Doping