Ist die amerikanische Wirtschaft erfolgreicher als die deutsche?

(Nein, aber das System USA = Armee + Wirtschaft ist erfolgreicher )

                                                       

------------------------------------------------------------------1. Allgemeines-Aktuell                                                            (zurück zur startseite)                

Amerikas Wirtschaft vor einer Rezession (2006)

1. Leo Kirchs Buendniss mit der Ami-Schwätzerjustiz?

Google geht an die Börse!! Erinnerungen an den Börsenrausch 2000?

1.A Mannesmann-Prozess, Abkehr vom Anspruchsdenken a la amerik. Manager,

Deutsche Bank "A Passion to Perform"

1.B Das Imperium schlaegt zurueck. (USA will Freihandelszone erweitern)

1.C Euro-Dollar -Kurs 1,25 nur eine Dollarschwaeche?

1.DWirtschaftswachstum von 8,2 % drittes Quartal in den USA ???

1.E Jobless Recovery in Amerika?

2.Amerikanische Ratingagenturen "Tuersteher zum noblen Kapitalmarkt"

3.Amerikanischer Unternehmergeist und deutscher a la Amerika

4.Enron Unternehmergeist der New Economie

5.Machen wir mal eine Aktiengesellschaft  in Florida auf

6.Kennzahlenvergleich:

7.Koennen wir von der Amerikanischen Wirtschaft lernen

II.Ein bisschen Wirtschaftsgeschichte von Amerika

 

 

 

I. Allgemeines Aktuell:

 

Amerikas Wirtschaft vor einer Rezession (2006)

 

Nun die Steuergeschenke des Präsidenten Bush für die Reichen in Amerika scheinen nicht ihre beabsichtigte Wirkung erreicht zu haben. So wollte man auch den Immobilienmarkt in Amerika ankurbeln. Aber der Finanzier George Soros hält es für wahrscheinlich, daß die US-Wirtschaft wegen der Abschwächung am Immobilienmarkt im kommenden Jahr in die Rezession abrutscht. Es bestehe die "erhebliche Gefahr einer weltweiten Abschwächung 2007, erklärte Soros am Montag auf einer Veranstaltung des Singapore Institute of International Affairs. Die Möglichkeit, daß der fünfjährige Boom am privaten Wohnbaumarkt in den USA ausläuft, hat Befürchtungen hervorgerufen, die weltgrößte Volkswirtschaft könnte an Wachstumsdynamik verlieren oder gar in die Rezession abgleiten. Die Zahl der Hypothekenkreditanträge sank in der letzten Woche des Jahres 2005 auf den niedrigsten Stand seit 2002, berichtete die Mortgage Bankers Association, der Branchenverband der Hypothekenbanken. "Das Wirtschaftswachstum wird durch einen schwächeren privaten Immobilienmarkt abgebremst", prognostiziert auch David Heike, Chef-US-Kreditstratege bei Lehman Brothers Holdings in New York. Eine Abschwächung am Wohnungsbaumarkt dürfte 0,5 bis ein Prozent an Wachstum kosten, erwartet Lehman. Die Notenbank werde versuchen, eine sanfte Landung der US-Wirtschaft herbeizuführen, auch wenn der private Wohnbaumarkt sich weiter abkühlt. Aber die geplante "sanfte Landung könnte ein harter Aufprall werden", prognostiziert Soros. "Darum rechne ich für 2007 mit einer Rezession und nicht für 2006", erläuterte er.

 

Ist dies nur eine Abschwächung des Immobilienmarktes in den USA oder steckt da mehr dahinter?

 

Da sind zum einen der langsame Verlust der alleinigen Führungsrollen des US-Dollar als einzige Leitwährung zu erwähnen. So schichten ölexportierende Länder wie der Iran und Rußland teilweise in Euro um, so das reale Kaufkraftverluste des US-Dollar nicht mehr durch überhöhte Nachfrage von Notenbanken der Ölexportierenden Länder ausgeglichen werden. (was übriges auch ein Grund für den Irakkrieg war da der damalige Irak in Euro umschichtete) Wenn immer mehr Vorstände und andere Reiche in Amerika zu Millionären werden, ohne dass eine angemessene Leistung dagegen steht, sprich man Vermögen auf dem Papier produziert wird eine Währung im Vergleich zu anderen Währungen abgewertet. Das geschah im Falle des Dollars deshalb nicht weil viele Banken der ölexportierenden Länder Dollars nachfragen mußten um Öl zu verkaufen. Dieser Dollarentwertungsschutz ist mit dem Euro teilweise verloren, so das dass die reale Kaufkraft des Dollars zum Vorschein kommt.

 

Zweitens steckt auch der schleichende Verlust einer ideellen Führungsrolle der Amis dahinter

Die Welt verliert den Glauben an "am Land der unbegrenzten Möglichkeiten" wo man vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann. Den man muß nicht nach Amerika schauen um gute Ideen zu haben. Den Verlust an Ansehen den Amerika mit den Bildern von Abu Ghraib und den Irakkrieg (und weiteren Kriegen?) erleidet setzt sich auch in Produkten aus Amerika fort. Man begreift es dort nicht, daß sich die Zeiten geändert haben, die schlechten Bilder aus Vietnam vergaß man deshalb so schnell weil man vor der UdSSR Angst hatte. Denn die Schande Amerikas frist sich in jeden Mc-Donalds Hamburger hinein.

 

 

Amerika wird lernen müssen in Zukunft kleinere Brötchen backen und Führungsrollen mit anderen Machtzentren zu teilen (wie der europäischen Union und Rußland ?)  

 

 

 

   

Leo Kirchs Bündnis mit der Ami-Schwätzerjustiz?(Schadensersatzprozess gegen "The German Bank" in New York)

       

Leo Kirch und sein Staranwalt David Boies

 

Herr Kirch hatte die Deutsche Bank im Dez 2003 vor dem OLG Muenchen auf Schadensersatz verklagt und bekam im Bezug auf die Bank recht, aber nicht in Bezug auf Herrn Breuer. (Vorstandvorsitzender) "weil Breuer mit dem Interview gegen das Bankgeheimnis verstoßen habe....die Deutsche Bank müsse für die geschäftsschädigenden Äußerungen ihres früheren Vorstandssprechers haften" so das OLG Muenchen. (der BGH hat aber im Dez 2004 die Revision der German Bank zugelassen. somit ist das OLG Urteil noch nicht rechtskraeftig) Breuer sagte in einen Interview "dass der Finanzsektor nach allem, was man darüber lesen und hören kann, nicht mehr bereit sei, der Kirch-Gruppe auf unveränderter Basis noch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen". (Interview Feb 2002 und Insolvenz April 2002)  Leo Kirch hatte die Bemerkungen Breuers für die Insolvenz seines Medienimperiums mitverantwortlich gemacht. Aber schuld war nicht die Aeusserung von Breuer, sondern ganz allein Leo Kirch, der das Geld zum Fenster hinauswarf. Man erinnere sich, dass er fuer die Bundesliga 800 Mio. DM pro Jahr zahlte und jeden dummen-teueren Ballerschinken aus Hollywood kaufte und er mit einer riessen Zahl von sich dumm zahlenden Abonnenten rechnete. Nun diese einfach dumme Rechnung ging nicht auf, und als Herr Breuer diese Interview gab war es jeden der etwas von der Materie verstand klar, dass die Kirch-Gruppe vor dem Aus war. (So mancher Jungmillionaer, z.b Loddar Mattheus verdankt sein Vermoegen Premiere)  

 

Nun glaubt Herr Kirch mit Hilfe seines Staranwalt in New York den grossen Reibach machen zu koennen, in erster Instanz war er dort gescheitert. Das Gericht beschied, Breuer habe eine Meinungsäußerung von sich gegeben. Die Äußerungen seien außerdem nicht falsch gewesen.

In Amiland ist man von dem Staranwalt David Boies begeistert. Boies zählt zu den berühmtesten Anwälten der USA. Der Anwalt war unter anderem Chefankläger des US-Justizministeriums im Kartellverfahren gegen Microsoft. Zudem vertrat er Al Gore nach den umstrittenen US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000.

David Boies ist ein Superstar, der "Michael Jordan unter den Anwälten in Amerika", schrieb die New York Times. Viele "Insider" glauben, dass Boies tatsächlich eine Chance hat. "Er ist der Mann, der aus schier unmöglichen Situationen noch einen Sieg herausholen kann", sagt sein Kollege Jeff Blattner über ihn.

Der 63-jährige ist als Weinliebhaber bekannt: Im Keller seines zehn Millionen Dollar teuren Anwesens in Westchester County in Upstate New York lagern immerhin 8 000 Flaschen. Er ist Yale-Absolvent mit Magna-Cum-Laude-Abschluss, war Mitglied des Justizausschusses des US-Senats, und das Time Magazine hatte ihn einmal in der engeren Auswahl als "Mann des Jahres". "Ein brillanter Kopf mit dem Erinnerungsvermögen eines Elefanten", sagt Robert Silver, Partner der Anwaltskanzlei Boies, Schiller & Flexner. Microsoft-Billy schimpft über den Mann, der laut New York Times so gut argumentiert wie einst Aristoteles, dass er versucht habe, Microsoft zu zerstören. Boies war es, der als Vertreter der US-Regierung in der Monopolklage gegen Microsoft im US-Bundesstaat Washington einen Sieg mit der Schadenssumme von rund 500 Milliarden Dollar herausgeholt hat. William Kovacic, ein Jura-Professor der George Washington University, hat die Karriere von Boies aufmerksam verfolgt. Er sagt über den Anwalt, dass "kaum jemand in der juristischen Welt komplizierte Sachverhalte so einleuchtend und einfach präsentieren kann wie Boies". Hinzu kommt sein Gedächtnis, das schon so manchem Staatsanwalt den kalten Schweiß auf die Stirn trieb: Im Microsoft-Fall zum Beispiel musste Boies nicht ein einziges Mal in seinen Akten nachschauen, wenn er vor Gericht auftrat. Wie in Trance zitierte er Gesetze und wusste sogar die nachzuschlagende Seite auswendig, um ein Argument zu unterstützen. Seine eigene Erklärung für dieses beeindruckende Fachwissen: "Ich merke mir halt das, was wichtig ist" Sein Microsoft-Kampfgefährte Blattner sagte: "Davids Fähigkeit zur Improvisation ist wie purer Jazz"

 

Nun was kann man aus dem Gelaber der amerikanischen Presse und juristischen Fachwelt ueber Herrn Boies als quasi Uebermensch lernen? Das man in Amiland wie allgemein bekannt auch dort sehr dick auftraegt. Dann kommen eben Urteile heraus, wie das ein Wohnmobilbesitzer der waehrend der Fahrt den Fahrersitz verlaesst dadurch verunglueckt und Schadensersatz bekommt, weil ihm niemand gesagt hat dass das gefaehrlich ist. Ich koennte die Liste ewig fortsetzen mit Urteilen gegen

mc-donald mit verschuetteten Kaffee und eingesperrten und deshalb entschaedigten Einbrecher. Aber die Quintessenz ist, das man sich gegen die aufgeblasenen Berichterstattung aus dem Amiland immunisieren muss. Man muss sich aus den Standpunkt des bewunderten Nachaeffers herausbewegen, der glaubt alles Neue und Gute kommt aus Amerika und muss deshalb sofort in Deutschland umgesetzt werden. Man muss endlich erwachsen werden und sich in die Positon eines nuechternen Betrachter begeben und auf die eigenen Staerken besinnen.     

 

 

 

Google ist an der Börse!! Erinnerungen an den Börsenrausch 2000? Gewinnt Corporate Amerika oder Waterloo ?

 

    

Larry Page und Sergey Brin (Gründer von Google)

 

Aktuell im Februar 2006 berichten Analysten, das eine mögliche Korrektur des Kurses der Google-Aktie bevor stehen könnte. Gründe könnten die Konkurrenten Yahoo und Microsoft sein, die ihre Suchdienste erneuen und somit zu ernsten Konkurrenten für Google werden könnten. (Auch der Kurs zeigt auf ein Ende des nicht nachvollziehbaren Höhenflug der Aktie)

  

Die Aktien des Internet-Unternehmens Google sind am 19.8.04 zu 85 Dollar ausgegeben worden. Das Unternehmen wird damit nominal (auf dem Papier) mit 23,1 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung bewertet. (im Oktober 2004 sind das beim kurs von 170 $ zirka 37 Mrd. $!!!)   Das entspricht auf dem Papier dem Wert von General Motor, (groesster Autohersteller der Welt) 1,5 mal dem Wert von Volkswagen. Als weiteres Beispiel hat die Allianz mit ihren 170.000 Mitarbeiter (ungefaehr 100 mal soviel Angestellte wie Google) nur eine Marktkapitalisierung von 30 Mrd. Euro. Marktkapitalisierung beschreibt in Zeiten des Neoliberalismus das Maerchen von Anzahl der Aktien eines Unternehmen mal Boersenkurs. Ist ein Unternehmen mit 1600 Angestellten, das wir in Deutschland als Mittelstandsunternehmen bezeichen wuerden

23 Mrd.Euro wert?(Oktober 2004 = 37 Mrd.Euro!!!) 

Durch die Emission erhält das Unternehmen Mittelzuflüsse in Höhe von 1,67 Mrd. Dollar, die Anzahl der ausgegebenen Aktien sind 19,6 Millionen. Die Suchmaschine wurde vor fuenf Jahren von zwei Studenten gegruendet, (siehe Bilder oben) jetzt ist sie quasi zu einen Weltkonzern aufgestiegen. Der Nennbetrag der Aktien wird sich wie bei amerikanischen ueblich weit unter 1 Dollar bewegen, exakt $0.001 par value (Nennwert) ein tausendstel Dollar!!  sprich eine Aktie von Google, die 100 $ kostet repraesentiert nur 1/1000 von 1 Dollar des haftenden Kapital. Selbst bei unserer Seifenblasenaktie EM-TV die im Jahr 2000 100 Euro kostete repraesentierte jede Aktie einen ganzen Euro. So kann man sagen den Wert einer deutschen Aktie sucht man im Unternehmen mit der Lupe, in Amerika braucht man schon ein Elektronenrastermikroskop.

 

Aber wie sicher ist der Wert von Google?

Eine Suchmaschine-Unternehmen das sind doch nur ein paar Rechner, einige Programmierer und ein bisschen Software mehr ist das nicht. Das heisst die Techniken einer Internetsuchmaschine sind leicht kopierbar, ein paar Programmierer sind in Indien schnell eingestellt oder entlassen. Es ist nur die Bekanntheit, der Lifestyle und die Spekulationsblase die Google momentan den Aktienwert sichert. Aber die Story von den zwei erfolgreichen Studenten riecht einfach zu sehr nach Neuen Markt. (erinnert sich noch jemand was das war?) Auch wenn man bereits jetzt die mit Dailernummern verseuchten Suchergebnisse noch mehr in die Richtung forciert um mehr zu verdienen, wird es das Unternehmen in Zukunft am Markt schwer haben. Wahrscheinlich wird Google von einen Unternehmen der "Old Economy" geschluckt, wird es Microsoft sein ? Dort arbeitet man an einer Konkurrenzsuchmaschine.

 

Aber der Boersengang von Google steht fuer mehr. Er soll fuer die Staerke, Ausstrahlungskraft, Innovationsfaehigkeit und Ueberlegenheit (?) der amerikanischen Wirtschaft stehen.

Als Konsortialführer sind Morgan Stanley, CS First Boston, Goldman Sachs, JP Morgan, Citigroup, Online-Banken Ameritrade und E*Trade im Konsortium dabei, insgesamt sind es 30 Banken.

Sogar The German Bank ist dabei, mancher sagt noch Deutsche Bank. (Deutsche Bank Securities Inc) Sprich Amerikas Bankelite setzt auf Google. Sollte der Boersengang der Aktie scheitern so wird man an der Staerke der amerikanischen Wirtschaft zweifeln. Man wird daran zweifeln, dass zwei junge pupertaere Studenten mit ein paar Rechnern und freizuegigen Interview im Playboy die Welt bewegen koennen. Man wird auch an der Macht der amerikanischen Banken zweifeln, mit allen noetigen, harten Mitteln einen Kurs zu halten und Investoren zu ueberzeugen. Ich denke, dass die Aktionaere in Deutschland und im Rest der Welt gelernt haben nicht jeden "jungdynamischen CEO-Geschwaetz" zu trauen. Es ist fraglich, ob die amerikanische Finanzwelt diese Entscheidungsschlacht von der Ueberlegenheit der amerikanischen Wirtschaft gewinnt, einfach gefragt, gewinnt Corporate Amerika oder Waterloo ?     

Wie man an dem Chart unten sehen kann geht dem Kurs nach dem Eroeffnungstheater leicht die Luft aus und musste durch Stuetzungskaeufe wieder erhoeht werden.

 

Boersenchart von Google an der NASDAQ (Handelsvolumen + Kurs)

 

 


 

 


1.A Mannesmann-Prozess, Abkehr vom Anspruchsdenken a la amerikanischen Manager ?

Deutsche Bank, "A Passion to Perform"             ( Dokumentbeginn)

 

Ex-Bertelsmann-Manager Blottnitz, Buettner: "Bis wir kamen, hatte niemand in Gütersloh das Internet überhaupt auf dem Schirm"                

 

Ex-Bertelsman-manager    -----------  Esser + Deutsche Bank-Chef Ackerman  "Herr Peanuts"

 

Wie jeder weiss begann am 21.1.04 und endete am 22.7.04  vor dem Landgericht Duesseldorf der Prozess gegen ehemalige Vorstaende und Aufsichtsraete des ehemaligen Mannesmann-Konzern und der Deutschen Bank wegen Untreue statt. Der deutsche Bank Vorstandsvorsitzende Ackermann, Herr Esser (ehemalig Mannesmann Vorstand und der Gewerkschaftsboss Zwickel (ehemalig Aufsichtsrat Mannesmann) sind die prominentesten Angeklagen. Es geht um Abfindungs-Zahlungen von 60 Mio.DM an Herrn Esser und insgesamt 110 Mio.DM an weitere Vorstaende. Herr Ackermann sagte : "Hier stehen Menschen angeklagt, die Werte geschaffen haben".  Die zentrale Frage wird die der Angemessenheit der Zahlungen an die Vorstaende sein.

Sein beruehmtes Victory-Zeichen das Ackerman vor dem Gerichtssaal gemacht hatte, sei so der Verteidiger Hamm durch eine Unterhaltung ueber den Michael-Jackson Prozess zustande gekommen. Es ging darum, dass "Michael Jackson eine Rüge bekommen, weil er das US-Gericht 20 Minuten warten ließ. Darüber haben wir in dieser Verlegenheitsphase dann etwas herumgefrotzelt, und Herr Ackermann hat gesagt, dass Jackson sogar noch die Finger gespreizt habe, und schon war das Bild da". Der Vergleich ist nicht schlecht, auch wie Jackson glaubt Ackerman von den Staatsanwaelten nichts zu befuerchten zu haben. Der Urteilsspruch vom 22.7.2004 scheint ihm recht zu geben. (Zum Glück wurde das Urteil vom BGH Anfang 2006 aufgehoben, der im Verhalten des Aufsichtsrates grundsätzlich Untreue sah)

 

Aber das eigentlich interessante wurde ausserhalb des Mannesman Prozess geaeussert,

wie ein CNN-Reporter der sagte "die Abfindungszahlungen seihen keine Peanuts, aber angemessen, Deutschland hinke bei diesen Zahlungen hinter her" (zum Glueck, ausserdem sagte Herr Juergen Drews, (Koenig von Mallorca) am 21.1.04 im WDR das er den ganzen Tag gern CNN sehe) Vor kurzen lamentierte ein unterbezahlter Manager, der im Jahr nur 9 Millionen Euro bekommt, " wer nur Peanuts zahlt bekommt nur Affen als Manager". Mein Kommentar" wenn man mehr zahlt, dann sind es vielleicht gelackte Affen" Das wichtigste ist, dass der Prozess stattfindet, er ist fuer mich ein Stueck Abkehr von den anglo-amerikanischen Managerdenken, wenn du ganz oben bist kannst du machen was du willst, du darfst dir die Taschen voll stopfen und niemand hindert dich, sondern man bewundert dich, "Flip and Run" hiess es waerend der New Economy Blase.

 

 

Auch die konservative Presse in Deutschland ist vom Freispruch begeistert !

(Thomas Kipp ehemalig Chefredakteuer Handelsblatt)

 

"Freispruch im Mannesmann-Prozess, absolut richtig" sagt Thomas Knipp, bis vor kurzem Chefredakteur des Handelsblatts. "Er kann die Diskussion um hohe Manager-Gehälter und Prämien nicht verstehen. Schließlich habe Klaus Esser kein Geld vergeudet, sondern ganz klar einen Mehrwert geschaffen. Deutschland brauche viel mehr Manager von seinem Kaliber, so Knipp. In Deutschland werde eine Neid-Debatte geführt – und die sei höchst problematisch. Wer schafft denn Arbeitsplätze? Niemand anders als die „hochbezahlten“ Manager! „Diskussionen um längere Arbeitszeiten reichen nicht aus, wenn wir unser Land wieder konkurrenzfähig machen wollen,“ sagt Thomas Knipp. „Wir müssen nicht nur länger arbeiten, sondern auch mehr Flexibilität zeigen“. Denn jetzt sei die Zeit, wo „wir alle mit anpacken müssen.“

Auch dieser Journalist hat sein Gedankenwelt im anglo-amerikanischen Raum geschult, er war 1993 Internationaler Finanzmarkt Korrespondent in London, und 1998 Bürochef in New York, um dort die Amerikaberichterstattung des Handelsblattes zu koordinieren. Im August 1999 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur des Handelsblatts und des Wall Street Journal Europe berufen. Man kann diese Anglo-amerikanische Spur durch die Befuerworter des Freispruch im Mannesmann Prozess ziehen. Ihre Argumente sind gleich dem zitierten Journalist. 

Welchen Mehrwert hat Esser geschaffen? der damalige hohe Aktienkurs ist kein Maßstab, dieser entstand durch die Hysterie der Maerkte und ist von dem Handeln der Manager unabhaengig. Was leisten Manager wirklich? Es sind die vielen Mitarbeiter die die Tatsachen schaffen wo Manager nur noch reagieren. Manager sind keine Popstars der Wirtschaft sondern nur ein kleines Raedchen im gesamten Unternehmen und so sollten sie bezahlt werden.

 

Dieser Prozess wuerde in Amerika nicht stattfinden, da wie der CNN-Reporter sagte diese Summen in den USA fuer angemessen gehalten werden. Das hat auch Herr Leo Kirch (der von Premiere) begriffen, dass man in amerikanischen Gerichtsaaelen gern mit grossen Summen spielt. In Muenchen liess er durch das OLG feststellen, dass er durch die Deutsch Bank geschaedigt ist, (noch nicht rechtskraeftig) aber die Schadensersatzsumme soll in New York festgestellt werden, die sich im Milliardenbereich bewegen soll. Auch Ex-Bertelsmann-Manager Herr Blottnitz und Herr Buettner (Bild oben links) klagen gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber in Amerika. Urspruenglich drohten sie mit einer Klage über 3,5 Milliarden Dollar. Eine kalifornische Jury sprach ihnen im Dezember 2003 im Prozess gegen Ihren ehemaligen Arbeitgeber Bertelsmann 209 Millionen Euro zu.(wofuer?)

In einem Spiegel-Interview aeusserten diese Manager zu ihrer "Schadensersatzforderung":

"Das Geld spielte nur eine sekundäre Rolle. Es ging mir vor allem darum, dass gemachte Zusagen eingehalten werden müssen. Ich wollte nicht in zehn Jahren zurückschauen und dann sagen hier hast du dich richtig übers Ohr hauen lassen. Bis wir kamen, hatte niemand in Gütersloh das Internet überhaupt auf dem Schirm. Der spätere Vorstandschef Thomas Middelhoff managte damals Druckereien und hatte wenig Ahnung vom Internet.

Man darf nicht vergessen, was für eine wahnsinnige Summe Bertelsmann mit dem Verkauf der von uns initiierten Internet-Geschäfte wie AOL Europe verdient hat: zehn Milliarden Dollar. Und zwar cash."

Das zeigt wie Manager gerade im anglo-amerikanischen Raum jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren haben, was ihrer Rolle im Betrieb und was ihren Griff in die Kassen der Konzerne, die sie managen betrifft. Ich hoffe das dem Mannesmanprozess in Duesseldorf auch bald ein Prozess in Koeln oder Bonn gegen den ehemaligen Vorstand der Telekom folgt. Auch wenn keine merkliche Strafen in dem Prozess ausgesprochen werden, sind sie doch Warnschuesse, die in den Chefetagen der Grosskonzerne nicht ueberhoert werden koennen und zu einer Distanzierung vom amerikanischen Managerdenken fuehren.   

 

Deutsche Bank "A Passion to Perform" (Leistung aus Leidenschaft)

Angefangen duerfte es mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Hilmar Kopper haben. (der Mann der Handwerker Rechnungen von 50 Mio. DM im Zusammenhang mit der Schneider Pleite "Peanuts" nannte)  Der in Deutschland 1935 geborene Kopper machte nach dem Abitur eine Banklehre. Danach war er Trainee (So eine Art Auszubildender) bei der J. Henry Schroder Banking Corp. in New York, wo er den richtigen amerikanischen Unternehmergeist oder "Drive" wie man heute sagt bekam. In seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank wurde der Umbau hin zum "Global Player" begonnen.

(von Ende 1989 bis 1996) Dementsprechend krempelte Kopper nicht nur die Organisation der Bank um, sondern sorgte auch für einen globalen Ausbau der Präsenz des Bankkonzerns

Sein groesster Fehler war die Schneider-Pleite 1994, mit rund 1,2 Milliarden Mark war die Deutsche Bank Hauptgläubiger des Immobilienimperiums. Auf einer Pressekonferenz nannte Kopper dann den Betrag fuer Handwerkerrechnungen von 50 Millionen Mark "Peanuts".   

Hilmar Kopper war auch der Foerder des Mannes, der seit Mai 2002 die Deutsch Bank fuehrt. Aus der gemeinsamen Arbeit im Aufsichtsrat des Chemiekonzerns Bayer kannten sich er und Ackermann. Auf betreiben von Kopper wird Ackermann im November 1996 Deutsch-Bank Vorstandmitglied.

Ueber die Zwischenstation  Breuer wurde die Amerikanisierung der Deutsch Bank weiter voran getrieben. Wer dabei sein will, muss mit den Wölfen heulen war sein Motto. Er verstand sich nicht mehr als der Vorstandsvorstizende einer deutschen Bank, sondern als CEO eines  "Global Player". Sein wichtigste Entscheidung war der Umbau des Vorstandes nach amerikanischen Vorbildes. Mit einem verkleinerten Vorstand und dem direkt darunter angesiedelten Group Executive Committee für die operativen Entscheidungen hat Breuer auch die Führungsstruktur US-Vorbildern angenähert. Aber nach dem Fusionsdebakel mit der Dresdner Bank kuerte der Bankvorstand Ackermann ungewöhnlich früh, im September 2000 zum Breuer-Nachfolger für Mai 2002.

Und nun ist Ackermann der CEO der Deutschen Bank, der gern den Vorstand noch weiter als Breuer es geschafft hatte umgebaut haette. Er haette gern den Fuehrungssitz nach London verlegt. Sensationell nennt Ackermann die Entwicklung der letzten beiden Jahre im Investment-Geschäft. Dieses bringt heute mehr als die Hälfte des Gewinns der Bank und ist nach Erträgen das zweit groesste der Welt. Ackermann weiss um seine tragende Rolle. Mit Rückendeckung von Breuer (damals noch Vorstandsvorsitzender) hat er ab 1997 die Investment-Sparte nach vorne gebracht. Die Investment-Banker sind in der Top-Etage die entscheidende Macht. Gerade diese Entwicklung hin zum Investmentbanking lies die Deutsche Bank 24 entstehen. Jene ist fuer den kleinen Kunden, die Privaten und Kleinunternehmer zustaendig, den Kunden zweiter Klasse. 

 

 

1.A Das Imperium schlägt zurück. USA will Freihandelszone erweitern beginn

 

Praesident Bush denkt ueber die "Free Trade Area of the Americas (FTAA)" nach.

Oekonomisch war die Bildung der NAFTA (=North American Free Trade Agreement) eine Reaktion auf die japanische Herausforderung in puncto internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die Schaffung einer Freihandelszone in Nordamerika erlaubt es, das niedrige Lohnniveau mexikanischer Arbeitskräfte nicht nur, wie bereits Praxis in den Maquiladoras (Montagebetriebe) entlang der US-mexikanischen Grenze, sondern auch durch integrierte regionale Produktion auszunutzen. Damit wird die japanische Strategie aufgegriffen, nach der dort die großen Firmenverbände arbeitsintensive Produktionsvorgänge nach Ost- und Südostasien auslagern, indem sie ihre Investitionen in und den Handel mit diesen Regionen ausweiten

Nun die FTAA duerfte wohl eine Antwort auf die Konkurrenz durch die Europaeische Union sein. Mit mehr als 800 Millionen Bürgern und rund 11 Trillionen Dollar Wirtschaftskraft wäre die FTAA die größte regionale Freihandelszone.

Auf der Ministerkonferenz November 2003 in Miami vereinbart man das Ende der Verhandlungen bis Januar 2005.(Spaeter wurde dieser Termin verworfen) In einer "Mager-FTAA", koenne die Mitgliedsstaaten wählen wie weit sie zur Marktöffnung in verschiedenen Sektoren bereit sind. Sie erlaubt Teilnehmerstaaten unterschiedliche Verpflichtungsstufen, daneben aber auch bi- und multilaterale Verhandlungen innerhalb des FTAA-Rahmens, die über einen Minimalkonsens hinausgehen. Letzteres kodifiziert gängige US-Handelspolitik enger mit willigen Ländern zusammen zuarbeiten. Bereits in Miami verkündigte der US-Handelsbevollmächtigte Robert Zoellick den Start von bilateralen Freihandelsvereinbarungen mit weiteren sechs lateinamerikanischen Ländern (Panama, Dominikanische Republik, Peru, Bolivien, Equador und Kolumbien). Die Zentralamerikanische Freihandelszone (CAFTA) mit El Salvador, Honduras, Costa Rica, Guatemala und Nicaragua wurde bereits zum Jahresende 2003 mehr oder weniger einbezogen. Ein bilaterales Investitionsabkommen der USA mit Uruguay, einem MERCOSUR-Partner Brasiliens, ist ebenfalls in der Planung.

 

 

 

 

1.B Euro-Dollar -Kurs 1,25 nur eine Dollarschwaeche?(dollar/euro in der Graphik!) beginn

 

(Graphik gibt Verhaeltnis Dollar zu Euro an!!!, Rueckrechnung Euro vor 1.1.1999 !! )

 

Aktuell sagt man, der Grund für die anhaltende Dollar-Schwäche ist vor allem das Zwillingsdefizit in den USA, d.h. die Kombination eines Defizits in der Leistungsbilanz und eines Defizits im Staatshaushalt. Beides zusammen führt zu einer strukturellen Schwäche des US-Dollars. Dazu kommen noch die geopolitischen Unsicherheiten in Form einer Vietnamisierung des Konflikts im Irak.

Aber ich denke die Sache liegt tiefer. Der Kurs einer Waehrung ist auch ein Ausdruck von Vertrauen der internationalen Investoren in die Oekonomie eines Landes. Schoen kann man an den Langfristchart-Dollar/Euro sehen, wie der Kurs des Dollars in der Mitte der Neunziger mit der aufkommenden amerikanischen "New Economy" ansteigt. Im Gleichlauf mit den Aktienkursen von NASDAQ und NSYE steigt der Dollarkurs bis in das Jahr 2001 auf zirka 1,2 um dann auf knapp 0,8 zum Euro zu fallen. Die Entzauberung der amerikanischen Erfolgsstorys, wie Enron (siehe auch Enron Erfolgsstory der Neunziger) und Worldcom waren es, die das Vertrauen der internationalen Investoren in die amerikanische Wirtschaft erschuetterten. Als Folge suchte man nach Alternativen, die in dem neuen Euroraum gegeben war. Der Irakkrieg und das hohe Haushaltdefizit sind wohl nur noch eine konsequente Bestaedigung fuer das Handeln jener Investoren. Der amerikanische Autor W.Clark (sie Orginaltext) verweist auf den teilweisen Wechsel von OPEC-Laender, wie Irak zum Euro hin und sieht darin einen Grund fuer den Irakkrieg. Der Wechsel dieser Laender fuehrt zu einer Abwertung des US-Dollar um 10-20% gegenueber dem Euro, da Zentralbanken nicht mehr so viel Dollar halten, um Erdoelimporte bezahlen zu muessen. Die schleichende Inflation des Dollars wird durch den Wegfall dieser Nachfrage nicht mehr verdeckt. Der hohe Dollarkurs war nicht Ausdruck einer uebermaechtigen US-Wirtschaft, sondern ein durch die Devisennachfrage verschiedener Zentralbanken kuenstlich gestuetzter Hochkurs. Dieser Petrodollar wurde auch in die amerikanische Wirtschaft reinvestiert. Mit dem Wechsel verschiedener OPEC-Laender wird hier Schwaeche und ein neuer Rivale der US-Oekonomie sichtbar, das alte Europa. Amerika ist in der Gefahr seine wirtschaftliche Fuehrungsposition zu verlieren. Sollte es aber ihm gelingen den Irakkonflikt und das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen so werden jene Investoren wahrscheinlich gewillt sein wieder auf Amerika zu wetten und der Dollar wird wieder erstarken.    

 

 

1.C Wirtschaftswachstum von 8,2 % drittes Quartal in den USA ?( Nov 2003) laut

US-Handelsministerium (Graphik noch vom Oktober 03 mit 7,2 % Wachstum) anfang

 

 

Das US-Handelsministerium berichtet für das dritte Quartal von einen Wachstum von 8,2 % nach zuvor 3,3 % in den USA, womit die Analystenprognosen übertroffen wurden. Aber gleichzeitig warnen Volkswirte und Aktienhändler jedoch vor zu großer Euphorie. "Das Wachstum ist auch durch die massiven Steuersenkungen in den USA induziert worden. Deshalb dürften wir eine Diskussion über die Nachhaltigkeit dieses Wachstums bekommen", sagte Hans-Jörg Naumer, Volkswirt bei der Fondsgesellschaft dit. Klarer gesagt das Wachstum wird durch Pump finanziert, in dem man die staatliche Nachfrage reduziert, in der Hoffnung der Konsum steigt an, um dann die Steuern wieder zu erhoehen. Klappt diese Initialzuendung des Verbraucher nicht, dann kommt Amerika in grosse wirtschaftliche Probleme. Die Wachstumszahl ist auf das Jahr hochgerechnet, man unterstellt, dass die Wirtschaft mit dem gleichen Tempo im Rest des Jahres waechst. Ich vergleiche das mit einen Gastwirt, der seinen Umsatz in der Happy-Hour von 22-23 Uhr auf den Rest bis 4.00 in der Fruehe hochrechnet, sehr unsicher! Man erinnere sich auch an die Berechnung des Bruttoinlandsprodukt nach dem Hedonic Price Index in dem imagionere Faktoren hineingerechnet werden, so das  ein grosser Spielraum fuer die Berechnung der Zielgroesse vorhanden sind.

 

Jobless Recovery in Amerika?  Dokumentbeginn

Seit dem zweiten Halbjahr 2003 spricht man in den USA von Befruechtungen einer "Jobless Recovery" Aufschwung ohne neue Arbeitsplaetze. Da aber die Arbeitslosenzahl im Gegensatz zu Deutschland ein Gegenwartsindikator ist, zeigt er entgegen der offiziellen Statistik eher das "Nicht-Wachstum" (?) in Amerika an. ( wenn man das Kriterium was ein suchender Arbeitloser ist beruecksichtigt, siehe auch Kennzahlen) Denn wie man weis stellen Unternehmen in Amerika Arbeitnehmer ein und Entlassen sie nach belieben. Wenn nun ein reales Wachstum in der amerikanischen Wirtschaft stattfindet, macht sich das sofort auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA duerfte wohl auch mit den "hohen Arbeitskosten" in den USA gegenueber China zu tun haben. Da kann ein Arbeiter nicht billig genug sein, selbst ein illigaler Arbeiter kann da nicht mithalten. So kostet ein Arbeiter im produzierenden Gewerbe 15,40 Dollar pro Sunde, der Chinese ungefaehr

24- 41 US-Cent. "Für einen von uns bekommen Sie doch heute 100 Chinesen", musste sich Finanzminister John Snow anhören. So ist WAL-Mart der groesste Haendler Chinesischer Waren, wie man in Amerika schertzt. WAL-Mart als Land betrachtet waere an achter Stelle im chinesischen Import. Zur "Thanksgiving Blitz" Aktion (29. 11.02) gab es fuer nur 148 Dollar einen 27-Zoll-Fernseher der Marke Apex. Hersteller war der chinesische Elektronikhersteller Sichuan Changhong Electric. Zusammen mit Hisense Electric lieferte der Großfabrikant Fernseher für rund 458 Millionen Dollar in die USA, was rund einem Zehntel aller US-Importe von TV-Geräten entspricht. So verlangen US-Unternehmen und Gewerkschaften  vom US-Handelsministerium, die chinesischen Geräte als "schädlich für die amerikanische Wirtschaft" zu erklären und für Importzölle von bis zu 84 Prozent zu sorgen.

Also auch in Amerika saegen Konzerne den Ast ab auf den sie sitzen, indem sie Arbeitsnachfrage in ultrabillige Laender wie China verschieben. Denn weder Arbeitslose in Amerika noch Chinesen koennen sich die niedrigen Preise im WAL-Mart nicht leisten, und so dreht sich die Spriale nach unten.   

 

Auch werden seiten von Experten immer wieder die Befuerchtungen geaeussert, dass die Anschubmassnahmen der Regierung und Notenbank, Steuersenkungen und Rekordzinstief auf laengere Zeit ihre Wirkung verfehlen koennten. Man erwartet zwar in diesen und naechsten Jahr Aufschwung in den USA,( wenn auch nur Statistisch) aber in Verbindung mit den Kosten des Irakkrieg und den Reputationsverlust der USA ist die Dauerhaftigkeit des Aufschwungs in den USA zu bezweifeln. Experten setzten danach auf ein Anziehen der Konjunktur im Euroraum und vieleicht sogar die Uebernahme der wirtschaftlichen Fuehrungsfunktion des Euroraum vor den USA.

 

Die amerikanische Armee.( Eines der wichtigsten Standbeine der amerikanischen Wirtschaft)

Wie man weis ist jene eine Berufsarmee, wo Arbeitslose oder andere die keine berufliche Perspektive haben sich freiwillig melden. Wuerden wir unsere Arbeitslosen so volkswirtschaftlich nutzbringend einsetzen sehen unsere Arbeitlosenzahlen und Wohlstand anders aus. Sie ist der wichtigste Stuetze der amerikanischen Wirtschaft. Man koennte sie als ihren verlaengerten Arm betrachten. So wie in Saudi-Arabien und Kuwait, wo sie geeigneten Herrschern die Macht sichern, um billig Oel zu bekommen. Diese riesige Armee steht nach dem Fall des Eisernen Vorhang in einen starken geographischen und strukturellen Wandel, in einer Ausdehnung nach Osten und einer staerkeren Mobillitaet. So berichtet der Weltspiegel am 3.8.2003 (http://www.ndrtv.de/weltspiegel/20030803/guam.html) ueber den Ausbau der alten Millitaerbasis auf Guam, Hauptsaechlich wegen der Naehe zu Nordkorea. Man berichtete vom Eintreffen zweier atomgetriebener U-Boote und von Vorbereitungen fuer einen kriegerischen Ernstfall. Diese kleinen Insel mitten im Pazifik, habe "sich fast unbemerkt in einen Flugzeugträger der Weltmacht verwandelt" so die Reporter des Weltspiegel. Die Amerikaner haben in letzter Zeit einige neue Flugzeugtraeger, fast schon kleine Staedte in Betrieb genommen mit denen sie in allen Regionen der Welt fuer "Ordnung" sorgen koennen. Damit sind sie von Millitaerbasen und Unterstuetzung in Laendern wie "Old Europe" nicht mehr  angewiesen.      

 

 

Weltweite Stuetzpunkte der amerikanischen Armee

 

 

 

 

 

Amerikanische Rating-Agenturen "Türsteher zum noblen Weltkapitalmarkt" beginn

 

Wer als Weltunternehmen zu den "Stammkunden im Weltfinanzmarkt" gehoeren will muss sich von einen der grossen Ratingagenturen beurteilen lassen und wenn man den Tuerstehern gefaellt darf man in den erlauchten Club des Weltkapitalmarkt eintreten. So werden derzeit werden rund 80 Prozent des Rating-Weltmarktes von den beiden US-Agenturen Standart &Poor und Moody's abgedeckt, die französische Agentur Fitch hat nur 15 % Marktanteil. So beklagte sich der

BaFin-Präsident Jochen Sanio ueber die Ratingagenturen als die "größte unkontrollierte Machtstruktur im Weltfinanzsystem" Man erinnere sich an die Beurteilung von Enron dass noch kurz vor dem Zusammenbruch seiner Spekulationsblasen von Standart & Poor noch gute Bonitaet bescheinigt bekam. Zwar verweist man bei den beiden Firmen auf mathematische Berechnungen ihrer Beurteilungen, doch befinden sich in den mathematischen Algorithmen so viele Stellschrauben, dass man das Ergebniss nach Wunsch variieren kann.

Das Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans-Helmut Kotz verwies auf die häufigen Fehleinschätzungen der Agenturen, "Es gebe in diesem Bereich einen Bedarf an Regulierung", sagte Kotz. Zu hinterfragen seien etwa die Methoden, mit denen die Unternehmen bewertet würden. Die Agenturen verzichteten dabei auf moderne Ansätze und bevorzugten ein undurchsichtiges Fragesystem so Kotz weiter. Was mich wieder zum Tuersteher vor der Disco bringt, der die Gaeste nach den Vorgaben des Betreiber aussondiert und sich kaum in seine Beurteilungskriterien blicken laesst.    

 

Welchen Einfluss hatten die Ratingagenturen auf die Aktienblase im Jahr 2000

 

Ausloesend fuer den Einfluss jener Agenturen war eine Bestimmung der US-Börsenaufsicht SEC aus dem Jahr 1975. Um Anleger vor versteckten Risiken zu schützen, verpflichtete sie damals Broker-Häuser zu einer Vorsichtsmaßnahme. Bei der Bilanzierung ihrer Anleihe-Investments müssen die Handelshäuser seither einen Risikoabschlag auf den Marktwert der von ihnen gehaltenen Papiere vornehmen, was Statistisch gerrechtfertigt ist. Die SEC gestattet allerdings einen gewissen Spielraum. Denn auf Wertpapieranlagen, die von mindestens zwei national anerkannten Rating-Agenturen als Investment-tauglich (investment grade) eingestuft wurden, fallen die geforderten Abschläge geringer aus als auf Anlagen ohne Rating. Der Begriff Rating-Agentur ist von der SEC allerdings nie definiert worden Nach Inkrafttreten der SEC-Regel 1975 akzeptierte die Börsenaufsicht zunächst drei Agenturen: Standard & Poors, Moodys und Fitch. Später wurden noch vier kleinere Häuser anerkannt, die ihrerseits aber wieder mit Fitch fusionierten. Damit war der Weg für das marktbeherrschende Oligopol der drei großen Rating-Agenturen geebnet, nicht nur auf amerikanischer, sondern auch auf globaler Ebene. Denn schließlich könnten sich die internationalen Finanzmärkte kaum dem Einfluss der Börsen-Supermacht USA entziehen. Deren Standards gelten für alle, die sich den Zugang zum globalen Kapital nicht verbauen wollen. Selbst die Kontrollfunktion des Markts haben die großen Drei ausgehebelt. Obwohl eine Heerschar bestens ausgebildeter und entlohnter Agentur-Analysten die Ratings ermittelt, vermeiden die Unternehmen offiziell jeden Expertenstatus. Denn ein Passus im Kleingedruckten der Expertisen schließt die Haftung aus. Folge: Kein Fonds oder Anleger, der auf die Urteile des Trios baut, kann bei Verlusten auf Entschädigung hoffen. Ein Rating der großen Drei ist keine Garantie. Dass die geballte Analysten-Expertise des Kleeblatts nicht vor Fehleinschätzungen schützt, ist ein offenes Geheimnis. So stufte Moodys die Anleihen des Mega-Pleitiers Enron noch fünf Tage vor der offiziellen Bankrott-erklärung als "Investment-tauglich" ein. "Enron hat uns schlicht belogen und wichtige Informationen vorenthalten", rechtfertigte Moodys-Manager John Diaz das miese Timing.

 

 

 

Amerikanischer Unternehmergeist?  Dokumentbeginn

Die Firma Microsoft (eine Erfolgsstory der achtziger Jahre)

Sie steht exemplarisch fuer den Unternehmergeist im Amerika. Wenn man die junge Geschichte dieser Firma betrachtet, so zeichnet sie eine Ansammlung von jungdynamischen Beschaeftigten aus, welche in ihren jungen Jahren bis zum Umfallen arbeiten, um anfang 30 in Rente gehen. Diese ist dank ihres Fleisses manchmal mit Milionen versuesst. Man koennte einen Vergleich mit den Fussballspielern eines FC Bayern Muenchen oder eines anderen Verein ziehen, wo man in den jungen Jahren viel und ab Mitte Dreizig nicht mehr arbeiten muss. Bill Gates (Gruender) und ein Herr Palmer (CEO Chef Executive Officer) stehen bezeichnend fuer den Geist dieser Firma. Steve Palmer der sich auf den Hauptversammlungen wie eine Popstar und Motivator verhaelt, der den einen deutschen Motivator Hoeller in den Schatten stellt. Auch ist man mit Konkurenten nicht zimperlich, vernichtet sie in lange Rechtssteitigkeiten oder versklavt sie mit Knebelvertraegen wenn moeglich. Sei dir selbst der Naechste ("Survival of the Fitest" nach Chicago Buisness School) heisst das Motto.      

 

Deutscher Unternehmergeist a la Amerika

Ein schoener Beispiel fuer deutschen Unternehmergeist a la Amerika sah ich am 11.1.04 in der Sendung Christiansen (ARD). Dort sah man den Biotechunternehmer Alexander Olek, der vorher verschiedene Unternehmen gruendete, im November 1998 entstand Epigenomics (Vorstandsvorsitzender). Im September 2001 wurde der heute 34-Jährige von der Unternehmensberatung Ernst & Young zum "Entrepreneur des Jahres 2001" in der Kategorie Start-Up gewählt. Im Mai 2002 ehrte ihn TECHNOLOGY REVIEW, MIT'S Magazine Of Innovation, als einen der weltbesten jungen Innovatoren. Außerdem gewann er den Deutschen Gründerpreis von stern, ZDF, Sparkassen und McKinsey in der Kategorie "Visionär". 

Der gute Mann aeusserte in einer spaetjugendlichen Art wie er zu Eilite-Unis steht, sinngemaess aeusserte er, Unis muessten nicht nur Wissen vermitteln, sondern jungen Unternehmern beibringen wie sie mit einen dreizig Jahre aeltern Investmentbaenker zu verhandlen zu haben, forsch zu sein, man muss den richtigen Drive haben.

Damit meint er, dass Auftreten von so manchen New-Economie Vorstand, der die Backen dick aufblaest, aber nicht viel Erfahrung hat.

Er aeusserte weiter, dass bei einen Gespraech mit einen Investor dieser an technischen und wirtschaftlichen Details nicht interessiert war und erst als er die eigene Uni nannte der Investor zuhoerte und dieser ohne weitere Fragen zu investieren bereit war. Das heisst in Amerika oeffnet der Besuch der richtign Uni die Tueren, ohne das nachgefragt wird ob das Investment Sinn macht.  Prasident Bush besuchte die Yale-Uni und war mittelmaessig.

Er fuehrte weiter aus, dass einige Unis in Deutschland, wie Heidelberg die Werbetrommel ruehren sollten und sich damit einen Namen schaffen koennten. Dann wuerden einige reiche Amerikaner ihren Soehne nach Deutschland schicken. Fuer diese Personen ist es alles zur Eilte zu gehoeren, sie Sterben dafuer. Oder ich sage das noch einfacher, kraeftig auf den Putz hauen, dann kommen die reichen Soehne und die Kohle simmt, Bildung ist zweitrangig.

 

Der jugendliche Unternehmer redete sehr frei von der Leber und zeigt exemplarisch worum es vielen Leuten geht die nach Elite-Unis rufen, nicht in erster Linie bessere Bildung sondern um Elitetum. Das eine kleine Gruppe von Personen mehr Macht und Prestige hat.

wer sich ein Bild von der genannten Person machen will folge dem Link:  

(http://www.epigenomics.com/de)

 

 

 

 

 

Enron, Unternehmergeist der New Economie der spaeten Neunziger Jahre Dokumentbeginn

 

Enron wurde als größter Energiehändler der Welt bezeichnet, das stimmt aber nur auf dem Papier. Enron hat zwar in den 80er Jahren als Gas- und Stromhändler begonnen und hat bis zuletzt Gas- und Stromunternehmen in fünfzig Ländern rund um den Erdball gegründet und aufgekauft. Sehr bald handelte Enron nicht mehr physikalisch mit Gas und Strom, sondern nur noch mit deren Finanz-Derivaten, welche stark aufgebläht wurden. Dadurch stiegen die Preise, und ermöglichte auch eine künstlich hervorgerufene Strom-knappheit. Enron mietete in Kalifornien Stromleitungen für die Durchleitung von Strom, leitete aber gar keinen Strom hindurch. Loretta Lynch, die Vorsitzende der kalifornischen Staatskommission für öffentliche Einrichtungen, bezeichnet das als „Mega-Strom-Wäsche“. Daraus folgte die Kalifornische „Stromkrise“ im Winter 2000. Im vierten Quartal 2000 kauften und verkauften fünf Enron-Tochterunternehmen eine Unmenge Strom untereinander. In diesen Unternehmen saßen überall dieselben Manager. Es waren fingierte Käufe und Verkäufe. Als in Kalifornien die Lichter ausgingen, gab es niemals eine physische, wirkliche Knappheit an Strom in Kalifornien. Enron nutzte die durch die Deregulierung geschaffenen Gesetzesfreiräume aggressiv aus und wurde das führende US-Unternehmen im Derivathandel mit Strom. Der Finanzhistoriker Wolfgang Hafner hat im Zusammenhang einer Analyse der Derivate im Weltfinanzsystem auch Enron untersucht. „Enron ist immer mehr dazu übergegangen, nicht Strom und Gas zu verkaufen, sondern Strom- und Gasderivate. So ist ein riesiger Zwischenhandel entstanden, der nichts mehr mit dem realen Energiegeschäft an sich zu tun hatte.“ Gleichzeitig setzte Enron aufgrund seiner Marktmacht und seiner umfangreichen Derivatkontrakte die Standards für die Statistiken. Enron schloss Kontrakte ab über Stromlieferungen bis zu 29 Jahren. Man kann nicht wissen, wie der Wert dieses Kontraktes ist, denn wer kennt schon den Strompreis in 29 Jahren? Aufgrund der Marktmacht und unzähliger solcher Kontrakte hatte Enron die Preisstatistik im Griff und konnte seine Phantasiewerte in gewisser Weise „begründen“. „Enron konnte hier Phantasiepreise in den Bilanzen verbuchen. Andere Energiehändler haben das natürlich auch gemacht, aber Enron war am aggressivsten, denn es hatte die größte Marktmacht und den größten politischen Einfluss“, so Wolfgang Hafner.

 

Enron hatte einige tausend „Special Purpose Entities“ in der Karibik

Enrons Wirtschaftsprüfer von Arthur Andersen verbuchten die Scheingeschäfte zwischen Enron und den Tochterfirmen als wirkliche Umsätze, obwohl vielleicht nur ein Fünfzigstel des in den Derivaten gehandelten Stroms am Ende wirklich geliefert wurde. Damit blähte der Konzern seine Bilanz auf, nicht nur im nationalen Rahmen. Enron als global player gründete tausende von „Partnerschaften“. Ihre Rechtsform heißt Special Purpose Entity, „Unternehmen für besondere Zwecke“. Man nannte das früher Briefkastenfirma. Enron-Manager gründeten die Special Purpose Entities und spielten die Mehrheitsgesellschafter. Sie schlossen Derivatgeschäfte mit Enron ab, versteckten Gewinne, vor Arthur Andersen war nicht nur Wirtschaftsprüfer, sondern auch Steuerberater. Andersen half mit, die Partnerschaften in den offshore-Paradiesen zu gründen. Hier gibt es keine klassische Finanzaufsicht. Hier kann man die Eigentümer verschleiern. Hier müssen im Handelsregister keine Bilanzen hinterlegt werden. Bisher wurden etwa 4000 solcher Special Purpose Entities von Enron ermittelt. Die bevorzugte Finanzoase waren die Cayman Islands in der Karibik. Auch andere Finanzoasen rund um den Erdball wurden als Sitz von Enron-Töchtern auserwählt, zum Beispiel: Enron International Business Corporation, Barbados; Eco Electrica, Bermudas; Brunel Insurance, Guernsey; Enron International Coastal Development, Mauritius.

 

Weitere "Torhüter" des Finanzsystems

An diesem Mechanismus der Bilanzaufblähung waren weitere Akteure beteiligt. Frank Partnoy, Rechtsprofessor an der Universität von San Diego, nennt sie die „Torhüter“. Partnoy hat selbst jahrelang bei einer der große Investmentbanken an der Wall Street gearbeitet – als Derivatehändler. Vor einem Enron-Untersuchungsausschuß in Washington stellte er fest: „Eine vollständige Untersuchung der Derivate muss neben den Wirtschaftsprüfern auch die anderen wichtigen 'Torhüter' des Finanzmarktes umfassen: Die Banken, die Anwaltskanzleien und die Rating-Agenturen.“

Die Banken kassierten hunderte Millionen Dollar für Aktienemissionen und Derivatgeschäfte. Trotz ihres Wissens um den kommenden Konkurs gaben Aktienanalysten die Empfehlung, Enron-Aktien zu kaufen. Ebenso erhielten Rechtsanwaltskanzleien hohe Gebühren, um Briefkastenfirmen einzurichten und zu verwalten. „Schließlich“, so Partnoy, „erhielten die drei großen Rating-Agenturen Moody’s, Standard&Poor’s und Fitch hohe Gebühren von Enron. Noch wenige

Noch wenige Wochen vor Enrons Konkurserklärung gaben die Agenturen Enron ein gutes Rating.“

Die Agenturen sind wie die Wirtschaftsprüfer in der US-Börse eine gesetzlich festgelegte Institution. Die Börsenaufsicht vergibt die Lizenz. Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen wiederum hängt von der Einstufung durch die Rating-Agenturen ab. Enron, obwohl konkursreif, erhielt bis zuletzt Kredite, die Insider konnten Vermögenswerte und Dokumente beiseite schaffen. Doch die Banken, Anwaltskanzleien und Ratingagenturen gerieten auch nicht im entferntesten so hart in die Kritik wie Andersen.

 

 

Enron das ehemalige Musterunternehmen

Der rechte Kommentator der Washington Post, George Will, behauptet in einem Artikel vom 22. Januar in der Australian Financial Review, dass die Probleme, die beim Zusammenbruch von Enron sichtbar wurden, ihre Wurzeln "in den Veränderungen im Anwalts-, Finanz- und Buchprüfungsgewerbe" haben, die in den achtziger Jahren mit einer "Welle der Aggressivität" begannen. "Vertreter aller drei Gewerbe betrachteten sich als 'Macher', als 'Problemlöser', die keine Denkverbote akzeptieren."

Als Ergebnis dieser Mentalität und dem zunehmenden Einsatz von Aktienoptionen, behauptet er, entwickelte sich ein "hyperaggressiver Managementkader", der beständig bestrebt ist, Analysten mit ehrgeizigen Wachstumszielen des Aktienkurses zu beeindrucken. Wenn die Ziele erreicht wurden, dann legten die Analysten die Latte höher, und gelegentlich konnten die immer höheren Erwartungen nicht ohne Finanz- und Buchhaltungspraktiken erfüllt werden, die man nur als Doping bezeichnen kann."

Enron hätte selbst keine bessere Publicitykampagne organisieren können. Sechs Jahre

(bis 2001) hintereinander benannte das Magazin Fortune Enron als innovativstes Unternehmen überhaupt und noch im August 2000 hat es Enron als eine von zehn Wachstumsaktien aufgelistet, die über das ganze Jahrzehnt weitere Wertsteigerung verzeichnen würden. Im Jahr 2000 hat die britische Zeitschrift Economist Enron dafür gelobt, das womöglich "weltweit erfolgreichste Internet-Business aller Unternehmen jeglicher Branche aufgebaut zu haben".

 

Auch die Financial Times berichtete Dezember 2001: "In den Büchern verschiedener Gurus wird das Unternehmen als vorbildliches Beispiel für gutes Management hervorgehoben, es wird als ‚Führer der Revolution' (Gary Hamel, 2000) bezeichnet, das ‚kreative Zerstörung' betreibe (Richard Foster und Sarah Kaplan, 2001), eine ‚Strategie mithilfe einfacher Regeln' entwickle (Kathy Eisenhardt und Donald Sull, 2001), das den ‚Krieg um Talente' (Ed Michaels, 1998) gewinne und ‚auf der Straße navigiert, die zur nächsten Economy führt' Hamel bringt den großen Rummel, der um das Unternehmen gemacht wurde, auf den Punkt: "Mehr als jedes andere Unternehmen auf der Welt hat Enron die Fähigkeit zur permanenten Innovation institutionalisiert... (Enron ist) eine Organisation, in der sich Tausende von Beschäftigten als potentielle Revolutionäre betrachten."

 

 

Machen wir mal eine Aktiengesellschaft  in Florida auf  Dokumentbeginn

 

Ich beziehe mich auf Infos eines Anwaltes  Herrn Baur in Florida, der Deutsche Kunden betreut (www.worldwidelaw.com Link nicht mehr existent?) unter der Rubrik Veroeffentlichungen Gesellschaftsrecht in Florida schreibt er,

"Die Gründungsurkunde ist ein relativ kurzes Dokument, in dem der Gesellschaftszweck, die Kapitalstruktur der Gesellschaft, und weitere Regelungen über die internen Verhältnisse der Gesellschaft enthalten sind. Die Gründungsurkunde wird beim Handelsregisteramt in Tallahassee eingereicht und nach dortiger Eintragung gilt die Gesellschaft als gegründet. Nach der formellen Gründung ist es unbedingt erforderlich eine erste Gründungsversammlung abzuhalten, damit die Haftungsbeschränkung der Gesellschaft gesichert ist. Im Gegensatz zu Gesellschaften in Deutschland, erfordert das floridianische Gesetz keine Mindestkapitaleinlage. Bei der Gründung der Gesellschaft müssen lediglich die Anzahl der auszugebenden Aktien, sowie deren Nennwert (und damit implizit das angegebene Kapital) erwähnt werden. Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Stabilität einer Gesellschaft erkennt man grundsätzlich nicht am angegebenen Kapitalnennwert der Firma.

Im Falle einer Gesellschaft mit zu geringer Kapitalausstattung (sog. Unterkapitalisierung) besteht die Gefahr der möglichen Durchgriffshaftung auf die Gesellschafter, dies aber in der Regel nur, wenn das ausgewiesene Kapital im Verhältnis zu den eventuellen Ansprüchen von Gläubigern extrem niedrig ist. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind die Eigentümer der Firma.. Sie wählen Direktoren, die dem Verwaltungsrat ("Board of Directors") angehören. Die Funktion des Verwaltungsrats entspricht teilweise der Funktion des Vorstandes als auch des Aufsichtsrats einer deutschen Aktiengesellschaft.

Der Board of Directors bestimmt die Geschäftspolitk und Richtlinien der Firma.Sie bestimmen die Dividendenpolitik und überprüfen alle wichtigen Entscheidungungen zur Unternehmenspolitik. Sie ernennen (und entlassen) die Geschäftsführer ("Officers"), normalerweise einen Präsidenten, einen oder mehrere Vize Präsidenten, einen Schriftführer (Secretary) und einen Schatzmeister (Treasurer). Die Geschäftsführer sind grundsätzlich dem Board of Directors auskunftspflichtig und unterliegen dessen Weisungen. Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft nach außen gegenüber Dritten. Dabei haben Geschäftsführungsmitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben angemessene Sorgfalt anzuwenden und haften der Gesellschaft bei Verletzung dieser Pflichten.

Florida erlaubt die sog. Einmann-Gesellschaft, d.h. eine einzige Person kann sämtliche Funktionen in der Kapitalgesellschaft erfüllen und nicht nur Alleinaktionär, sondern gleichzeitig auch Verwaltungsrat, Präsident, Schatzmeister und Schriftführer sein.

Der Verwaltungsrat der Firma kann die Geschäftsführer jederzeit mit oder ohne Grund abwählen. Ausgenommen sind die Fälle, in denen die Geschäftsführer einen schriftlichen Arbeitsvertrag haben. Dann entscheiden die Bestimmungen des Vertrags."

Ende des Zitates

 

Das heisst, das man dort keinen Doller als Sicherheit hinterlegen muss, jeder der mal lust hat eine AG aufzumachen ohne Geld in der Tasche zu haben kann dies tun. Auch den Geschaeftsfuehrer, sei es ein Strohmann kann man nach belieben einstellen und entlassen. So berichtete der Spiegel in der Ausgabe (42/01 glaube ich) ueber den Neuen Markt und Nasdaq, dass sogar die Maffia in Amerika Analysten kaufte um Pennystocks die man fuer Pennys einkaufte, durch jene hochloben lies, um sie dann teuer zu verkaufen. Gerade durch die fehlende Sicherheit Haftungskapital ist Betruegern Tuer und Tor geoeffnet, um sich ohne Verluste hinter der beschraenkten Haftung vor Forderungen zu verstecken. Ausserdem kann man mit guten Verbindungen zur Boerse durch eine Boersenemmission wertlose Aktien in Geld verwandeln.

Wer also der amerikanischen Aktienkultur einen Vorbildcharakter fuer Deutschland einredet sollte dies beachten. Wie das Beispiel EM-TV zeigte sollte man vorsichtig sein, denn diese Firma hatte an sich keine eigentliches Kerngeschaeft, vielmehr war man nur damit beschaeftigt Aktien der Firma an die Boerse zu bringen um dann weiter teuere Firmen einzukaufen. Dies gelang, da man gute Kontakte zu Fondsmanagern (Herrn Ochner) und zur Presse hatte. Die einen saugten die Aktie in ihre Fonds vom Markt und die anderen lobten sie in ihren Blaettern.

                

 

 

Kennzahlenvergleich Amiland Deutschland:   Dokumentbeginn

 

Arbeitslosigkeit: Verschiedene Messmethoden Vergleich schwierig

 

Mancher schaut neidisch auf die niedrigen Arbeitslosenzahlen der Amis und dem hohen Wachstum der Wirtschaft bis 2000. Zu der Arbeitlosigkeit  muss man wie bereits ausgefuehrt sagen, dass die Amis viele dieser Leute in der Armee unterbringen. Zweits messen die Amis die Zahl der Arbeitslosenrate anders als wir.

 

BRD: Der Zähler der Arbeitslosenquote ist das Ergebnis der Karteikartenauszählung der bei

der BA registrierten Arbeitslosen, die an einem bestimmten Stichtag erhoben wird.

Der Nenner der BA-Arbeitslosenquote besteht aus den abhängigen zivilen

Erwerbstätigen vom Juni des Vorjahres und den gleichzeitig gemeldeten Arbeitslosen.

 

USA: Die Arbeitslosenquote des BLS (Bureau of Labor Statistics) beruht auf primärstatistischen Ergebnissen, die das dem Department of Commerce unterstellte Bureau of the Census in einer monatlichen Haushaltsbefragung im Rahmen des Current Population Supply (CPS) erhebt. Gemäß ILO-Vorgabe (International Labor Organisation = ILO) wird also die Gesamtheit aller Erwerbspersonen als arbeitslos registriert, die weniger als eine Stunde in der Referenzwoche gearbeitete haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und konkrete Bemühungen unternommen haben, um eine Arbeit zu finden. Nach BLS-Vorgaben müssen Arbeitslose eine aktive Arbeitssuche innerhalb der letzten vier Wochen betrieben haben und dem Arbeitsmarkt innerhalb der Berichtswoche zur Verfügung stehen. Da das BLS zudem keine Einschränkung der Arbeitssuche aufgrund von  Zumutbarkeits-kriterien kennt, ist die Gruppe der in den Zähler einbezogenen Personen stärker abgegrenzt als in den deutschen Statistiken. So ist das Lesen von Zeitungsanzeigen keine ausreichende Arbeitssuche, sondern passive Arbeitssuche was zu einem Ausschluss aus der Quote führt.

 

Gerade dieses ausselektierende Element der aktive Arbeitsuche fuehrt dazu, dass man die amerikanischen Zahlen nach oben korrigieren muss und mit unseren nicht vergleichen kann.

 

 

Wachstum des Bruttoinlandsprodukt:

 

Auch die Zahlen zum Wachstum der Amiwirtschaft sind mit Zweifel zu betrachten, da sie zur Messung des Bruttoinlandsprodukt ein anderes System verwenden.

Die Amerikaner messen das Bruttoinlandsprodukt mit dem Hedonic Price Index. Da versucht man neben der Menge mal Preis imaginere Faktoren in die Gueter, wie Qualitaet hinzurechnen, was zu sehr unterschiedlchen Zahlen fuehren kann.

(Ami BIP = Menge der Gueter und Dienste * Preis * Qualitaet * weitere imaginere Faktoren)

Wir messen unser BIP nur einfach nach dem Prinzip Menge der produzierte Gueter und Dienstleistung mal dem Preis. (BRD-BIP = Menge der Guter und Dienste * Preis)  So bezweifeln einige Volkswirte, dass der grosse Aufschwung in den USA bis 2000 im offiziell genannten Umfang stattgefunnden hat.

 

Turbo-Konsument: Damit meine ich, dass es den amerikanischen Unternehmen durch Dauerberiesslung mit Werbung dem Konsumenten einzureden, dass er jedes Ding nicht nur einmal sondern mehrmals braucht, um nach kurzer Zeit Ersatz zu benoetigen. So ist jeder zweite Amerikaner uebergewichtig und jeder vierte ist Fettsuechtig, sprich Kugelrund.

 

Die Ehrfurcht deutscher Unternehmer vor der amerikanischen Wirtschaft

Mit Ende des zweiten Weltkrieg haben auch viele Deutsche die Idee der freien Marktwirtschaft wie sie die Amerikaner verstehen Eins zu Eins uebernommen. Ein Vertreter dieses bewundernten Blick ueber den Ozean ist Herr Arend Oetker,( Oetker Backwaren u.s.w.) er sagte in der Sendung "Christiansen" in der ARD am 6.4.03     

"Wir bemühen uns, die Brücken zu verstärken, die vielleicht etwas angeknackst sind und das sehr langfristig vor dem Hintergrund gemeinsamer Werte, z. B. wie sie in der declaration of indipendence, in der Unabhängigkeitserklärung oder in der amerikanischen Verfassung sich wiederfinden, und die ja unserer Verfassung ähnelt – oder der Menschenrechte um mal drei Begriffe zu nennen, auf die wir uns in dieser Zeit besonders besinnen müssen. Wir müssen einfach anerkennen und ich glaube niemals daran, dass eine Organisation wie die UNO allein etwas bewirken kann.

Wir müssen einfach anerkennen und ich glaube niemals daran, dass eine Organisation wie die UNO allein etwas bewirken kann. Wir müssen einfach akzeptieren, dass es eine Hegemonie gibt. Einen Staat, der größer ist und der mehr Macht hat und den müssen wir versuchen einzubinden, den müssen wir überzeugen [...] um auf gemeinsame Werte hinzuorientieren und dann zu einer Lösung zu kommen, aber niemals ohne diese Macht." 

Fakt ist, was in Amerika funktioniert muss bei uns nicht unbedingt funktionieren und Europa hat selbst genug Innovationsfaehigkeit und muss sich nicht von Amerika sagen lassen wie eine moderne Wirtschaft auszusehen hat. 

 

 

Resümee:  Die Stärke der amerikanischen Wirtschaft ist die Hilfe der Armee, wo sie als Weltpolizist ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen verknüpfen. Für systemimmanente, sprich Vorteile die im wirtschaftlichen System liegen gibt es keine eindeutigen Beweise. Europa ist durch zwei Weltkriege geschwächt und ist sich innerlich nicht einig. Aber wir haben (noch) ein ausgeprägte Sozialsysteme, wo der Buerger einiger maßen sicher sein kann das ihm geholfen wird wenn er in Not ist.

 

Koennen wir von der Amerikanischen Wirtschaft lernen  Dokumentbeginn

 

Sicherlich, so wie die amerikanische Wirtschaft von unserer. Sicherlich kann sich Deutschland ein Stueck von der Entbuerokratisierung der Wirtschaft wie in Amerika abschneiden, dass ein Friseuerladenbesitzer auch ohne Meisterbrief ausbilden darf und Zwangsmitgliedschaften in IHK's nicht sein muessen und weiteres. Auch sollte das Ladenschlussgesetz ersatzlos fallen, also die Geschaefte sollten 24 Stunden geoeffnet sein koennen. Man sagt die Kaeufer haben nur die Summe X die sie ausgeben koennten, ob in 12 oder 24 Stunden mehr wird es nicht. Aber drehen wir einmal den Spies um, legen wir einmal den Arbeits-Beginn und Ende immer um 7 Uhr frueh und 16, 17, 18 Uhr Abend fest. Die Folgen waeren mehr Verkehrsstaus in der Fruhe und zu bestimmen Zeiten am Abend, und die Arbeiter kaemen gestresster und nicht mehr so leistungsfaehig zur Arbeit. Sie wuerden in den kommenden Monaten genau so viel verdiehnen, aber im Laufe wuerde die Produktivitaet sinken und einige Leute wuerden entlassen werden. Genau so ist es mit den Ladenoeffnungszeiten, der Konsument waere ohne Ladenschluss nicht mehr so gestresst und koennte mehr leisten, sei es im Konsum (ist auch Arbeit!!) oder am naechsten Tag in der Arbeit, was sich in einer steigenden Nachfrage zeigen wuerde. Denn Niemand macht Einkaufen spass, wenn er erstmal eine Stunde nach einen Parplatz sucht (Innenstadt) und dann im Supermarkt im Einkaufskampf steht und in der Kassenschlange warten muss. Da ist es eine Entspannung spaet am Abend, wenn der Supermarkt fast leer zum Einkaufen zu gehen. Wer erinnert sich noch an 18.30 Uhr Ladenschluss? Der Fall des Ladenschlussgesetz ist fuer mich eine hoechstnotwendige volkswirtschaftliche Optimierung der Produktionsfaktoren Arbeit und Boden in Deutschland. 

 

Aber man sollte nicht so naiv sein dem Weg der ueber dem Atlanik gegangen wird gedankenlos zu folgen. So berichtete das Magazin Frontal 21 (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,2068582,00.html

ueber einen Fall eines Botaniker (Herr Bartholt) der ein Patent ueber den Lotus-Effekt anmeldete. Doch so Frontal "scheiterte Barthlott im Dschungel der Forschungsbürokratie: Der erste Antrag ging an die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Da sagte man, das sieht ja toll aus, aber es ist doch eigentlich angewandte Forschung, Industriekooperation. Sie sind Botaniker, das wird nicht über unsere Gutachtergremien gehen. Dann gingen wir auf Empfehlung an das Bundesforschungsministerium. Da wurde uns zunächst gesagt: 'Um Gotteswillen, das ist ja reine Grundlagenforschung, was sie machen wollen. Wir können die Anwendung gar nicht sehen.'""Statt Anerkennung erntete der Professor bei den meisten Kollegen nur Verachtung: "Die übliche Reaktion war nicht positiv. Das waren fragende Blicke, das waren Hinweise eines renommierten, wirklich gestandenen und auch von mir auch bewunderten Kollegen wie: 'Ich hab 300 Publikationen und forsche seit 30 Jahren, ich hab noch niemals ein Patent angemeldet'. Also, es ist etwas unanständig und ich hab auch ganz selten einmal gesagt, dass wir ein Patent angemeldet haben. Das kommt nicht gut an."

Weiterhin stellte man in dem Beitrag die These auf das sich deutsche Forscher im Elfenbeinturm bewegen. So foerdere die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Steuergeldern jährlich in Milliardenhöhe die Grundlagenforschung, welche keine verwertbaren Erkenntnisse produziere und das Ergebnis in Euro und Cent ist gleich Null. Wir sind kein Wirtschaftsunternehmen, wir denken nicht primär entlang des wirtschaftlichen Erfolges, sondern wir denken im Umgang mit Komplexität, wird Reinhard Grunwald, Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft zitiert.

Als Ausweg wird auf den Uni-Prof Burkhard Rauhut verwiesen:"Ich denke, das Umsetzungsproblem ist relativ hoch oben angesiedelt, in dem Sinne, dass wir nicht das Marktbewusstsein haben, dass man nicht von vorneherein gleich denkt, wenn ich irgendwas habe, was kann ich damit an Geld verdienen. Das mag positiv, vielleicht aber in vielen Fällen auch negativ sein, das ist etwas, was in den USA ganz massiv ist. Es zählt nur das, was letztendlich nachher in Dollar rauskommt.

 

Was die Patente betrifft sind die Anmeldung und die wirtschaftliche Umsetzung zwei paar Stiefel, so war gerade Microsoft dafuer bekannt bessere Software mit ihreren ungeheuren Marktmacht vom Markt zu draengen.(z.b. Internet Explorer) Das heisst gute Ideen zu haben genuegt auch in der "Freien Marktwirtschaft Amerika" nicht, sondern auch in Amerika herrscht ein ausgepraegtes Staendedenken, dass Innovationen feindlich gegenuebersteht. (So wie in jeder Oekononie)

 

Auch hoere ich immer wieder man sollte an den deutschen Uni's die Studenten unterrichten selbstaendig zu werden, mit einer guten Idee zum erfolgreichen Unternehmer zu werden, man will Netzwerke aufbauen die jenen zum Erfolg verhelfen.

Warum legt eine Schildkroete 200 Eier? weil am Schluss nur zirka zwei erwachsen werden, und der Rest gefressen wird. Genauso ist es mit den Jungunternehmer von der Uni in Amerika, (und die deutschen vom "Neuen Markt") die meisten haben in der Krise klaeglich versagt und nur zwei Star-Unternehmen EBAY und Amazon haben auf dem amerikanischen Markt ueberlebt. Die Amerikaner haben einfach diesen Weg, eine Vielzahl von Jungunternehmer ins kalte Wasser zu schicken (so wie die Schildkroete) von den der groesste Teil untergeht. Nur von den grossen Namen wie Ebay erfahren wir, die Unzahl "gestorbener Unternehmen" kennnt niemand. Verschwendung so wie sie der oben erwaehnte Bericht in Deutschland von Steuergelder vorwirft geschieht in den USA mit einer Vielzahl von

"hochmotivierden Jungunternehmer" wo jeder seinen "Dönerladen" eroeffnet.    

Der deutsche Weg ist einfach etwas anderes, so denkt man hier zurecht, dass zur Fuehrung eines Unternehmen gehoert einfach eine gewisse Reife, die die Uniabgaenger nicht haben, was die Pleiten an NASDAQ und Neuen Markt bewiesen. Es war fast schon schwierig kein Geld zu bekommen, jede noch so fantastische Ideee fand Geldinvestoren. Und Forschung hat bei uns zum Glueck eine von der Wirtschaft unabhaenigere Stellung, ohne Druck von der Wirtschaft. Unserer Weg ist vielleicht nicht ganz so aufregend wie der amerikanische, aber sicherer.           

 

 

II.Ein bisschen Wirtschaftsgeschichte von Amerika    Dokumentbeginn

 

Industrialisierung und gesellschaftlicher Umbau im 19. Jahrhundert

 

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ergab sich in den USA ein grundlegender Wandel und rascher Machtzuwachs, durch

-starker Anstieg der Bevölkerung (1880-1920 von 50,2 auf 105,7 Mio.), v.a. durch Masseneinwanderungen, dadurch weiteres Zurückdrängen der Indianer

- kräftiges Wirtschaftswachstum, verursacht soziale Umwälzungen und Suche nach überseeischen Märkten

- letzte Phase des kontinentalen Siedlungsgebietes (bis 1890)

 

Die wirtschaftliche Entwicklung war geprägt von einer zunehmend kapitalintensiven und technisch bedingten Produktionssteigerung. Begleitet von konjunkturellen Einbrüchen entstand eine dynamische Industriegesellschaft, in der der Anteil der Landwirtschaft am Sozialprodukt bis 1919 auf 19 % zurückging (bei 48 % ländlicher Bevölkerung); parallel dazu schritt die Urbanisierung fort: 1880 lebten rund 28 % der Amerikaner in Städten, 1900 waren es 40 % (1920 überstieg die städtische Bevölkerung bereits die ländliche).

Wichtige Impulse gingen vom Eisenbahnbau aus: Auswirkungen auf Schwerindustrie und weitere Bereiche waren die Folge. Fortschritte im Transportwesen (Auto-Industrie) und die rasche Umsetzung technischer Neuerungen (Elektrizität, Telefon) wiesen den Weg zur modernen Konsum- und Kommunikationsgesellschaft. Der Süden der USA blieb von dieser Entwicklung jedoch weitgehend ausgeschlossen.

 

 

 

Der Weg zur Weltmacht (Anfang 20. Jahrhundert)

 

Mit dem Sieg im Spanisch-Amerikanischen Krieg, der zur Sicherung der Vormachtstellung der USA in der Karibik und zum Entstehen eines amerikanischen Kolonialreichs (Philippinen, Puerto Rico, Guam, Hawaii) führte, legten die USA den Grundstein zu ihrer Weltmachtstellung. Begleitet war dies von einem raschen Wachstum des Aussenhandels und von steigenden Auslandsinvestitionen.

 

 

 

Zwischenkriegszeit, Weltwirtschaftskrise

 

Nach der Demobilisierung kam es zu wirtschaftslichen und gesellschaftlichen Problemen: vor allem Rassenkrawalle nahmen überhand. Nach einer kurzen Anpassungskrise jedoch entwickelte sich die Wirtschaft rasch und weitgehend ohne staatliche Eingriffe: Grundlage waren ein Bauboom und der Siegeszug des Automobils (1929 bereits 26 Mio. Kraftfahrzeuge); hohe Zuwachsraten verzeichneten auch Elektro- und chemische Industrie. Die Landwirtschaft entwickelte sich zurück. Rationalisierung, Verbilligung und steigende Einkommen liessen erstmals eine Konsumgesellschaft mit neuen Formen der Massenunterhaltung (Radio, Kino, Musical, Sport) entstehen. In der Prohibition wurde diese Entwicklung von den ländlichen Gruppen vorübergehend beeinträchtigt. Das geistige Klima wurde von Fundamentalis- mus und Rassismus geprägt; die Einwanderung wurde eingeschränkt.

 

In den vorangegangenen Jahren der Industrialisierung wurden die Aktien immer mehr überbewertet; die meisten Aktien wurden nur noch wegen erwarteter Kursgewinne anstelle der normalen Dividenden-Ausschüttungen gekauft, und diese Käufe wurden sehr oft durch Kredite finanziert. Es entstand so ein Kapitalmangel, und die Kreditinstitute wurden damit in der Kreditvergabe immer mehr eingeschränkt. So wurde weniger in die Wirtschaft investiert, was seinerseits zu Produktionseinschränkungen und Entlassungen führte. Die Entlassungen führten zur Einschränkung der Kaufkraft, dies zum Umsatzrückgang der Industrie, dies wiederum zu weiteren Produktionseinschränkungen: die Auswirkungen der Deflationskrise. Dies führte am Freitag, den 25. Oktober zu katastrophalen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse, ausgelöst durch empfindliche Verluste fast aller gehandelten Werte. Im Strudel dieser Ereignisse sanken die Wertpapiere sogar weit unter ihren inneren Wert, was weitere negative Auswirkungen zur Folge hatte. Dieses Ereignis beeinflusste nicht nur die amerikanische Industrie, sondern alle mit den USA verbundenen Staaten, also beinahe die ganze Welt (ausgenommen vor allem Russland und China). Die sinkende Produktion der Industrie führte zur Überproduktion der Rohstoffe, was seinerseits Preiszusammenbrüche zur Folge hatte. Um die Preise zu stützen, wurden Unmengen von Lebensmitteln vernichtet, obwohl Millionen Arbeitslose am Verhungern waren.

In den USA schrumpfte die Industrieproduktion bis 1932 auf 58 %, das BSP gar auf 43,5 % des Vorlumens von 1929; die Zahl der Arbeitslosen stieg auf 15 Mio. an.

 

Im Lichte dieser Massenarbeitslosigkeit häuften sich die Zweifel an den Selbstheilungskräften der Marktwirtschaft; vor allem der englische Lord John Maynard Keynes of Tilton (1883-1946) prägte den Begriff der antizyklischen Finanzpolitik: in Krisenzeiten muss der Staat die Ausgaben erhöhen, die Steuern senken und ein Budgetdefizit in Kauf nehmen - dagegen soll er in der Hochkonjunktur die Ausgaben senken, die Steuern erhöhen und so einen Budgetüberschuss erzielen. Mit der zunehmenden Krise wuchsen auch die staatlichen Eingriffe: neben der Aussenpolitik (Unabhängigkeit) und der Innenpolitik (Rechtsordnung) gewann die Wirtschaftspolitik (Vollbeschäftigung) an Bedeutung. So wurde unter anderem der Devisenverkehr eingeschränkt resp. genehmigungspflichtig durch ein staatliches Clearingsystem: Importe nur, wenn auch Exporte gesichert waren, um die Devisenausfuhr einzuschränken (Neomerkantilismus) Längerfristige Folgen der Weltwirtschaftskrise waren die Massenarbeitslosigkeit, die weiter andauerte, sowie die revolutionäre Stimmung der Arbeiterschichten. In den USA erholte sich die Industrie langsam wieder durch staatliche Eingriffe und die sich verbessernde Kaufkraft des Binnenmarktes, obwohl auch dort die Arbeitlosigkeit beängstigende Ausmasse angenommen hatte.

 

 

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

 

Der Zweite Weltkrieg kostete die USA 288 Milliarden USD reine Kriegskosten; mit Folgekosten (u.a. Entwicklung der Atombombe) sogar über 664 Milliarden USD Trotzdem gingen die USA als einzige Macht wirtschaftlich gestärkt aus dem Krieg hervor: er hatte zur Vollbeschäftigung, zur (vorübergehenden) Eingliederung vieler Frauen in den Arbeitsprozess und zu erneuter starker Binnenwanderung, nun auch an die Pazifikküste, geführt.

Nach dem Krieg engagierten sich die Vereinigten Staaten gemäss ihrer wirtschaftlichen und politischen Weltmachtstellung: sie traten der UNO bei, förderten die Errichtung des internationalen Währungsfondsund der Weltbank und bemühten sich um die Verwirklichung eines freiheitlichen Handelsregimes (GATT).

In den folgenden Jahren entstand ein Gefühl innerer Erstarrung, das der dynamische John F. Kennedy mit seiner Vision eines „Aufbruchs zu neuen Grenzen" nutzte: Raumfahrt, Mondlandung; ganz allgemein weitreichende sozial- und wirtschaftspolitische Programme. Die Abhängigkeit der USA vom Erdölimport aus dem Nahen Osten wurde im Sechstagekrieg (Juni 1967) deutlich. In den 60er Jahren vollzog sich, von Rezessionen kaum gebremst, ein stürmischer Wirtschaftsaufschwung (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 4 %), der wiederum v.a. auf Produktionssteigerung durch Innovation und Automatisierung zurückzuführen war. Der Dienstleistungsbereich löste die Industrie als führender Wirtschaftssektor ab. Der Beginn der 70er Jahre wurde durch Inflation und Freigabe des Dollarwechselkurses (1971/73) geprägt. Der Vietnamkrieg kostete die USA bis 1973 140 Milliarden USD. Seit 1973 betrug die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate rund 2,5 %, und wichtige Wirtschaftszweige wie die Stahl- und Automobilindustrie des Nord-Ostens wurden von einer Strukturkrise erfasst. Es entstand eine starke Stagflation (stagnierende Wirtschaft bei steigender Inflation). Präsident Reagans angebotsorientierte Wirtschaftspolitik (Reaganomics) leitete eine längere Aufschwungphase ein, hatte aber gleichzeitig - v.a. aufgrund der hohen Rüstungsausgaben - einen sprunghaften Anstieg der Staatsverschuldung sowie ein hohes Handelsbilanzdefizit (1987 rund 160 Milliarden USD) und seit 1982 eine negative Handelsbilanz zur Folge.

Es setzte sich allgemein ein neokonservativer Trend durch, der im wirtschaftlichen Bereich in einem rigorosen persönlichen Erfolgsstreben seinen Ausdruck fand. Mit dem Versprechen, durch staatliche Investitions- und Reformprogramme die wirtschaftliche Stagnation zu überwinden, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der USA wiederherzustellen und die öffentlichen Finanzen zu sanieren, gleichzeitig die Missstände im Sozialbereich abzubauen und Bildung, Infrasgruktur, Städtesanierung sowie den Umweltschutz zu fördern, gewann der demokratische Kandidat Bill Clinton im November 1992 die Wahl gegen den amtierenden Präsidenten George Bush.

Die Entwicklung der letzten Jahre war vor allem vom grossen Handelsbilanzdefizit geprägt. 1993 räumte Präsident Clinton der Volksrepublik China die Meistbegünstigungsklausel ein, drohte aber gleichzeitig den EG und Japan immer wieder mit der Erhebung von Strafzöllen wegen „unfairer Handelspraktiken". Ein politischer Erfolg war im November 1993 die Ratifizierung des Vertrages mit Kanada und Mexiko über die Nordamerikanische Freihandelszone (NAFTA). Die seit 1986 laufende Uruguay-Runde des Welthandelsabkommens GATT wurde abgeschlossen.

1994 zeigte robuste Wachstumsraten; die Produktivität konnte so weit gesteigert werden, dass die USA wieder die führende Stellung in der Welt, auch beim Export übernahmen. Dies bei weiterhin geringer Inflationsrate und einer Arbeitslosenquote von unter 6 %, was eine Verringerung der Zunahme des Haushaltsdefizites bewirkte. Auch das Jahr 1995 war geprägt von einer tiefen Inflationsrate (2,2 %) und einer tiefen Arbeitslosenquote (5,6 %) - insgesamt eine „verhalten positive" Wirtschaftsentwicklung. Das BIP stieg gegenüber 1994 um 3,3 %; das Haushaltsdefizit betrug 1,6 % des BIP. Die Entwicklung im ersten Quartal 1996 zeigt eine weiterhin stabile Konjunktur. Mit 2,2 % expandierte die US-Wirtschaft in einem Tempo, das etwa dem langfristigen Potential enspricht. Sowohl der private Konsum als auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen ist zufriedenstellend. (Ein grosser Teil der Investitionstätigkeit ist auf Computer-Soft- und Hardware zurückzuführen, was keine nachhaltige Beschleunigung signalisieren dürfte.)

Im zweiten Quartal 1996 hat der Wachstumsschub leider Inflationsbefürchtungen ausge-löst, welche zur Verunsicherung der Märkte beitrugen. Das Nachgeben der Zinsen wird aber als konjunkturstabilisierendes Gegengewicht gesehen, um das Abgleiten in eine Rezession zu verhindern.

Die relativ hohe Verschuldung der einzelnen Konsumenten (in Amerika wird ja vornehmlich auf Kredit gekauft) lässt einen anhaltend höheren Pro-Kopf-Konsum nicht mehr zu, vor allem nachdem die Zinsen deutlich angezogen haben. Konsumimpulse gehen daher mittelfristig, solange sich keine nachhaltigen Reallohnsteigerungen einstellen, nur von der Beschäftigung aus, die sich im Jahresverlauf voraussichtlich noch etwas ausdehnen wird.

Dagegen ist kaum mit einem Produktionsschub zu rechnen, ebensowenig mit vermehrtem privaten Wohnungsbau. Die Jahresinflationsrate wird für 1996 mit nicht über 3 % geschätzt.

Längerfristig wird ein eher rückläufiges Wirtschaftswachstum von unter 2 % im Jarhesdurchschnitt erwartet bei gleichzeitig günstiger Inflationsentwicklung. Die Vereinigten Staaten haben so im gesamten gesehen ausgezeichnete Möglichkeiten, die wirtschaftlichen Ressourcen weiterhin zu fördern; wichtig ist in erster Linie eine ausgeglichene, langfristig stabile politische Führung mit dem klaren Ziel, die Schuldenlast, wie vorgesehen und versprochen, tatsächlich bis zum Jahr 2002 abzubauen.